Beiträge zur populistischen Stratforschung - P-Bass   J-Bass   PJ-Bass - seriell - Literatur -
Informationen für E-Baß-Interessenten und Stromgitarristen,
die sich für den E-Baß als Nebeninstrument oder Studienobjekt interessieren.

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Seit 1951 - Der Urahn des E-Basses: Fender Precision Bass
E - A - D - G gestimmt (Kontrabaß, E1~ 41Hz); 864mm Mensur, 42mm Sattel, ein gesplitteter, gegenpoliger Single-Coil,   -  wiki/Fender_Precision_Bass  
Die Korpusform ist das Vorbild der Stratocaster


                                                                                rechts: Precision-Kopie, ca. frühe '80er, einteiliger Ahornhals (one piece maple neck / skunkstripe), PU 11kOhm N-S, 4,1 kg.


Seit 1960: Leo Fenders Jazzbass 
"Der Jazz Bass unterscheidet sich vom Precision Bass vor allem in der elektronischen Ausstattung, durch einen schmaleren Hals [38mm am Sattel] und durch die markante asymmetrische Korpusform. ...
Der Jazz Bass verfügt über zwei einspulige Tonabnehmer (Single Coils), die unabhängig in ihrer Lautstärke geregelt und einzeln, aber auch gemeinsam betrieben werden können.  ...


Der Jazz Bass hat in seiner klassischen Form (1960 bis ca. 1970) einen Korpus aus Erlenholz mit einem angeschraubten Hals aus Ahorn. Vereinzelt kam auch Eschenholz für den Korpus zum Einsatz. Das Griffbrett aus Palisander ist mit zwanzig Bünden versehen. Die Mensur beträgt 864 mm (34 Zoll). ...

Die zwei Tonabnehmer sind einfache Singlecoils mit jeweils zwei Stabmagneten aus einer AlNiCO (Aluminium-Nickel-Cobalt)-Legierung pro Saite. Dabei erzeugt der dem Hals nähere Tonabnehmer einen tieferen, dem Precision Bass ähnlicheren Klang, der dem Steg nähere Tonabnehmer einen definierteren, nasalen Klang mit mehr Mittenanteilen, aber weniger Bassvolumen.
In Kombination wirken die beiden Tonabnehmer als parallel geschalteter Humbucker, bei dem die sonst über Singlecoils hörbaren störenden Einstreuungen ausgelöscht werden. Dabei heben sich gewisse Frequenzanteile gegenseitig auf oder verstärken sich, was dem Jazz Bass in dieser Einstellung einen dritten markanten Eigensound verschafft, der sich durch große Klarheit und Definiertheit bei gleichzeitigem Fundamentreichtum auszeichnet.
...
Nach 1962 verwendete man die bis heute übliche Konfiguration mit zwei Lautstärkereglern und einem Tonregler für beide Tonabnehmer zusammen. " (Wiki) de.wikipedia.org/wiki/Fender_Jazz_Bass *
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PJ-Baß nennen wir einen Jazzbaßähnlichen mit einem länglichen Jazzbaß-Singlecoil am Steg und einem 2-teiligen SC an der mittleren Position.
PJ-Baß - Beispielfotos aus des Smalltownbluesmans Kollektion:

P-Baß Korpusform (Stratocaster), PJ-Tonabnehmerbestückung
Asymmetrische 'offset' Korpusform (Jazzmaster)

2 Fotos (c) Markus Schwarz

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5. Januar 2009:
PJ-Bass "INFINITY", Erlenkorpus, Ahornhals, Palisander, 24 Bünde, 42mm Halsbreite am Sattel,
Hals-PU 7.7kOhm Süd-Nord, Steg 8kOhm Nord, Jazzbass-Schaltung;
gekapselte Mechaniken, Standard-Brücke, gut einstellbarer Stahlstab (trusrod); 3,6kg.


Foto (c) INFINITY

Anm.: Der obere 'PBass'-Tonabnehmer auf dem abgebildetem Instrument ist untypisch weiter vom Steg enternt als bei bauartähnlichen, so daß man hier eher vom Hals-PU als vom mittleren PU reden kann. Die halsnähere Position läßt einen tieftonreicheren Klang erwarten.
Die Korpusform und PU-Bestückung erinnern an das IBANEZ-Modell SR300FM, dessen mittlerer TA ist aber umgekehrt gestuft und stegnäher. Insb. E- und A-Saite müßten somit beim 'INFINITY'-Modell baßbetonter klingen, D- und G-Saite hingegen ähnlicher.
Die Kopfplatte (Headstock) ist halbwegs symmetrisch und wesentlich kleiner als beim Urahn. Der Kopfplatte sagt man tonalen Einfluß nach, insb. auf 'dead spots', Noten mit deutlich kürzerer Ausklingzeit ('Sustain'). So kann man mit Gewichten an der PB / JB-Kopfplatte die Position der 'dead spots' an günstigere Orte verlagern.
Ein ordentlich eingestellter Hals-Stahlstab und ein ebenso geöltes Griffbrett verringern das Problem der dead-spots; die korrekte Hals-Einstellung muß beim E-Baß häufiger überprüft werden als bei der E-Gitarre.
Sweet spot meint in der Tonstudio- HiFi-Technik jene Zone vor zwei Stereolautsprechern, in der der gütigste Höreindruck abgebildet wird resp. es am besten, räumlichsten, transparentesten klingt.
'Sweet spots' auf dem E-Baßgriffbrett
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Den dead spots stehen erfreulicherweise 'sweet spots' gegenüber, Töne mit besonderen Eigenschaften. So klingt z.B. hier das C', auf dem 5. Bund der G-Saite gespielt, sehr klar, kippt früh in die Oktave, und bleibt auffallend lange stehen. Genau betrachtet, hat jeder Ton seine spezifischen Eigenschaften (variable!) Zurück zum Thema.

Rockinger: "Der Standard Jazz-Bass kommt ohne Pickupwahlschalter aus,
das Mischungsverhältnis beider Pickups wird durch die getrennten Volume-Potis bestimmt.
Dazu müssen diese "umgekehrt" angeschlossen werden (siehe vorheriges Kapitel). Der Tonregler wirkt auf beide Pickups."
   (c) Rockinger.de

 - Musiker-Board -  "Offene Fragen:
Warum baut Fender im Jazz-Bass so eine schlechte Lautstärkeregelung ein?

Fender hätte mit Sicherheit dieselbe Schaltung wie im Precision genommen, es werden jedoch im Jazz-Bass zwei PUs verwendet. Die angegebene Schaltung ist die einzige Möglichkeiten zwei PUs einfach und vernünftig zu mischen.
Nähme man die Preci-Schaltung, würde ein komplett zurückgedrehter PU das gesamte Signal auf Null ziehen auch wenn der andere PU voll aufgedreht wäre. Deshalb ist das ein Kompromiß der sich lange und bewährt gehalten hat.

Ich werde in einem nächsten Beitrag auf noch näher auf spezielle Baß-Schaltungen eingehen." - AK
musiker-board.de/...passive-pickups-passive-schaltung.html

Cadfaels kleine Schaltplan-Sammlung für passive E-Bässe:
  ak-line.com/...Bassschaltungen1.pdf

"Faustformel: Beträgt die durchschnittliche "Rüssellänge" ausgewachsener Männchen einer Spezies 100 cm oder mehr, können sie Töne unter 20 Hz hören. Auf Elefanten und Blauwale trifft das zu - Bassisten verfehlen die Marke knapp ... "

Fundort: musiker-board.de/..-cadfaels-kleine-schaltplan-sammlung-f-r-passive-e-b-sse

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- just chords -  "Unsorted, unpaid for ...

Bei Bässen mit zwei Pickups bietet es sich an, die Pickups entgegen den vorgegebenen Konfigurationen auch anders zu verschalten. ...
In Serie geschaltet * liefert der Bass den erhöhten Output, und das sehr pfundig und tiefbassig. ... " -  justchords.de/reality/switching.html
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  Die serielle Schaltung wurde am 14.2. 2009 installiert und funktioniert hervorragend.

  
Gute Beschreibung findet sich in Cadfaels PDF, S. 16.

* Siehe auch: serial.htm

15.7.2011 Die etwas dumpfe G-Saite des aktuellen Satzes wurde mit großem Erfolg ausgetauscht:
One Black Diamond String - Testet and Warranted - Roundwound n300g Medium or Long Scale
Manufactured by the National Musical String Co. New Brunswick N.J., U.S.A.

Austausch einzelner Saiten - bei der E-Gitarre unüblich - kann auf dem Baß deutliche Verbesserungen bringen.



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- Beiträge zur populistischen Stratforschung -

Für den gemeinen Gitarrespieler, der zum ersten mal mehrere Stunden auf einem E-Baß mit Standard-Mensur übt, ergibt sich die Erfahrung, daß danach die Handhabung der Gitarre bemerkenswert leicht fällt, und die Gitarre verhältnis-mäßig zierlich und leicht spielbar erscheint.
Zu Studienzwecken kann dem ernsthaften Gitarristen oder Stratforscher die Anschaffung eines einfachen, soliden 4-Saiter-Basses empfohlen werden, z.B. eine Precision- oder Jazzbass-Kopie.

*Anm. zu Wiki: Wenn der Precision-PU nun an der akustisch besten Stelle ist ("sweet spot"),
wäre das 2SC-Konzept des Jazzbasses dem des Precision nicht zwangsläufig überlegen;
dann wäre der halsnahe PU des JB etwas zu 'bassig", und der Steg-PU zu trocken; theoretisch.
Abstand Steg- PU Precision (A-Saite): 156mm; 'INFINITY'-PJ-bass-Steg: 55mm; Hals: 163mm
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Online-Ratgeber E-Bässe:  thomann.de
"Eigentlicher Urheber des E-Basses war wohl Audiovox Manufacturing & Co., eine winzige Firma, die zwischen 1935 und 1936 die Electric Bass Fiddle herstellten und wohl auch einige Modelle davon verkauften. Eine Entwicklung, die ihrer Zeit soweit voraus war, dass Audiovox 1950 Pleite ging.
Die Electric Bass Fiddle und dessen Erfinder geriet in Vergessenheit, bis Leo Fender, der nach den ersten Erfolgen seiner elektrischen Gitarren so um 1950 den Präzisions-Bass für die Bassisten konstruierte, nämlich den Precision-Bass - auch P-Bass genannt. Im Gegensatz zu dem bundlosen Kontrabass war dieser mit Bundstäbchen versehen und jedweder Bassplayer konnte nun die tiefen Töne “präzise” greifen. ... "  (thomann)

Interessante Erfahrungsberichte mit div. Jazzbass- PJ- und Precision- Modellen und Fotos auf
Markus Schwarz' Gitarrenseiten smalltownbluesman


 K5 - Walter Kraushaars Jazzbass









"Bau mir bitte mal einen Bass, der in diesen Koffer passt!"

kraushaar-gitarren.de/cms/e_bass.html

wie ein oller 70er Bass soll er aussehen und vor allem muss er in diesen Tweedkoffer passen!

Witzige Aufgabenstellung - toller Bass!"

Foto (c) Walter Kraushaar



Literatur:


 The Fender Bass: An Illustrated History 
von J. W. Black (Autor), Albert Molinaro (Autor)

"Though it is difficult to imagine modern American music without an electric bass, a production model didn't exist until 1951 ..."

Fender hat mit seinem Preci vor 50 Jahren alles ins Rollen gebracht, (fast) alle seine Kreationen sind Klassiker (über den Bass V breiten wir den Mantel des Schweigens...) und wiederum fast alle heute gespielten Bässe haben Fender-Einflüsse...
Die Wichtigkeit seiner Bässe kann man also wohl kaum überschätzen, und hier ist nun ein Buch, was dieser Rolle gerecht wird. Sehr viele, sehr detaillierte Fotos und Beschreibungen, sehr schön zu lesen und auch für die, die sich schon lange mit Fender Bässen beschäftigen, gibt's die eine oder andere Information, die man bis jetzt noch nicht wußte.
Wem das Buch von Klaus Blasquiz immer zu dürftig war dürfte hier voll auf seine Kosten kommen! "

"As a "not so excessive" fender jazzbass fan I forcefully would recommend this as work of reference." -
amazon.de/Fender-Bass-Illustrated-History/

 
The Fender Bass

von Klaus Blasquiz (Autor)


"In 1954 when the famous Stratocaster appeared with all its refinements, the Precision Bass Began to undergo some *intermediate* modifications such as a contoured body, a two section nickel plated bridge, a white single layer pickguard and the switch from slotted head screws to Philips head screw."

amazon.de/Fender-Bass-Klaus-Blasquiz






 How the Fender Bass Changed the World


von Jim Roberts (Autor)
 "To overcome some of the problems poor strings cause, bass players used dozens of different tunings ..."

amazon.de/How-Fender-Bass-Changed-World



 The Bass Book: A Complete Illustrated History of Bass Guitars
  von Tony Bacon (Autor), Barry Moorhouse (Autor)
Synopsis
In California in the early 1950s, the Fender company introduced the world's first electric bass guitar. They couldn't have known it then, but their Precision Bass started a revolution in the sound of popular music. This book explains exactly how. The two-guitars-bass-and-drums lineup that would define pop music found its heart in the late 1950s with the introduction of Fender's bass. In the coming decades, the bass guitar provided the solid foundation upon which most modern music was built. The bass guitar is one of the most significant new musical instruments to have appeared in the 20th century, and "The Bass Book" is the first to study its complete and fascinating story, with the full story of the most important bass players and bass makers. This revamped and revised second edition of "The Bass Book" brings the story right up to date. Many original interviews with makers of bass guitars from the past and present illuminate the book, with the popular establishment of the bass during the 1960s and 1970s examined in detail along with more recent variations of this diverse instrument. There are also original interviews with players, including Paul McCartney.

Dozens of unusual, desirable, and rarely-seen basses are presented in specially commissioned studio-quality photographs, while a reference directory provides a wealth of information on 16 key makers. There has never been anything quite like "The Bass Book". It has virtually everything you want to know about the story of the bass guitar in one stylish, readable volume.
http://www.amazon.de/Bass-Book-Complete-Illustrated-History/dp/0879309245

"Für Bassspieler ist das Buch klasse. Ich schaue immer wieder rein, da tolle Instrumente der Stars abgebildet sind. Die Bässe würde man gerne selbst einmal in der Hand haben. Für Nichtmusiker wird die Lektüre wahrscheinlich langweilig sein, für Kaufsüchtige Instrumentensammler ein "Muss".





 "Das Bass-Handbuch", Adrian Ashton, Voggenreiter Verlag


Mit Herz und Hirn vom Baßbruder geschrieben, informativ, interessant bebildert,
lausig übersetzt.




Foto (c) voggenreiter


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Video: Fender P-Bass vs. Jazz Bass - Product Review
Special guest and Sr. Marketing Manager of Fender Bass Products Jay Piccirillo explains the history and differences between these two musical icons! - youtube.com/watch?v=B1U6_2Jycnw 
"prob the best P vs Jazz vid I've seen on youtube. great job" ;-)

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Manfred Zollner
- Physik der Elektrogiterre -
Kap. 7, Hals und Korpus
Regensburg 2009
fh-regensburg.de/~elektrogitarre/halsundkorpusinhalt.html
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  -  Abe Laboriel, 4 fingers technique:  youtube1  youtube2

Baßsolo:  youtube - Free Lesson: youtube 





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